Ampicillin (Penicillin)
77,00 €
Beschreibung
Was ist Ampicillin?
Ampicillin ist ein semisynthetisches Aminopenicillin, das 1961 von Beecham Laboratories (heute GlaxoSmithKline) entwickelt und eingeführt wurde. Es war das erste Penicillin mit erweitertem Wirkspektrum, das gramnegative Organismen einschloss, und markiert damit einen Meilenstein in der Entwicklung der Antibiotikaklasse. Als β-Lactam-Antibiotikum teilt Ampicillin den grundlegenden Wirkmechanismus aller Penicilline – die Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese –, besitzt aber durch eine zusätzliche Aminogruppe eine verbesserte Penetration durch gramnegative Zellmembranen.
Im Vergleich zu Amoxicillin, dem strukturell sehr ähnlichen Nachfolger, hat Ampicillin eine deutlich geringere orale Bioverfügbarkeit (35–50 % vs. 80 %). Daher wird es heute in der Regel parenteral (intravenös oder intramuskulär) für schwere Infektionen in Krankenhäusern eingesetzt, während Amoxicillin für ambulante Therapien bevorzugt wird. In der Pädiatrie, Geburtshilfe (Listeria-Prophylaxe) und bei Meningitis-Verdacht ist Ampicillin nach wie vor ein Standardmedikament.
Ampicillin steht auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Arzneimittel und ist in vielen Entwicklungsländern eines der wenigen verfügbaren Antibiotika. In Deutschland ist Ampicillin verschreibungspflichtig und wird vor allem im stationären Bereich eingesetzt. Orale Ampicillin-Präparate existieren, werden aber wegen des Vorzugs von Amoxicillin selten verschrieben.
Wirkstoff und Wirkungsweise
Ampicillin
Ampicillin (chemisch: (2S,5R,6R)-6-[(R)-2-Amino-2-phenylacetamido]-3,3-dimethyl-7-oxo-4-thia-1-azabicyclo[3.2.0]heptan-2-carbonsäure) ist ein Aminopenicillin mit einer freien Aminogruppe, die die Säurestabilität und die Passierbarkeit der äußeren Membran gramnegativer Bakterien verbessert. Es liegt als Trihydrat (oral) oder Natriumsalz (parenteral) vor. Die Resorption nach oraler Einnahme beträgt nur 35–50 %, weshalb intravenöse oder intramuskuläre Gabe bevorzugt wird. Die Halbwertszeit beträgt ca. 1–1,5 Stunden; Ausscheidung erfolgt primär renal.
Wirkungsmechanismus
Ampicillin bindet wie alle β-Lactam-Antibiotika irreversibel an Penicillin-bindende Proteine (PBPs), insbesondere PBP1, PBP2 und PBP3, die als Transpeptidasen für die Vernetzung der bakteriellen Peptidoglykan-Zellwand verantwortlich sind. Durch diese Inhibition wird die Zellwandsynthese blockiert, die Zellwand geschwächt und die Bakterienzelle durch osmotischen Druck lysiert. Ampicillin ist gegenüber β-Lactamasen instabil; viele gramnegative Keime (z. B. β-Lactamase-produzierende E. coli, Haemophilus influenzae) sind resistent. Die Kombination mit Sulbactam (Unasyn) überwindet diese Resistenz.
Anwendungsgebiete
Ampicillin wird eingesetzt bei: bakterieller Meningitis (in Kombination mit Cephalosporinen oder Ceftriaxon), Listeriose (besonders in der Schwangerschaft), infektiöser Endokarditis (Prophylaxe und Therapie), Harnwegsinfektionen (parenteral), intraabdominalen Infektionen (in Kombination), Sepsis (empirische Therapie), perinatale Prophylaxe bei GBS-Besiedelung der Mutter (Gruppe-B-Streptokokken), sowie oralen Streptokokken-Infektionen.
Dosierung
| Darreichungsform | Dosierung |
|---|---|
| Intravenös (Erwachsene, mittelschwere Infektionen) | 0,5–2 g alle 6 Stunden |
| Intravenös (schwere Infektionen, Meningitis) | 2 g alle 4 Stunden |
| Intramuskulär | 250–500 mg alle 6–8 Stunden |
| Oral (Kapseln, selten) | 250–500 mg alle 6 Stunden |
| Kinder (parenteral) | 25–50 mg/kg alle 6 Stunden (Meningitis: 75–100 mg/kg) |
Bei Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung notwendig. Die Therapiedauer variiert je nach Indikation (5–14 Tage, bei Endokarditis 4–6 Wochen).
Handelsnamen
| Handelsname | Hersteller/Region |
|---|---|
| Ampicillin-ratiopharm | ratiopharm (Deutschland) |
| Binotal | Pfizer (Deutschland, historisch) |
| Totapen | Bristol-Myers Squibb (weltweit) |
| Unasyn (mit Sulbactam) | Pfizer (weltweit) |
| Polycillin | Bristol-Myers (USA, historisch) |
| Penbritin | Pfizer (UK) |
Nebenwirkungen
Häufig: Diarrhoe, Übelkeit, Exanthem (makulopapulös; nahezu immer bei Einnahme während EBV-Mononukleose). Gelegentlich: allergische Reaktionen (Urtikaria, Angioödem, anaphylaktischer Schock – Inzidenz ca. 0,04 %), Candidose, Thrombophlebitis bei i.v.-Gabe. Selten: pseudomembranöse Kolitis (Clostridium difficile), interstitielle Nephritis, hämolytische Anämie, Agranulozytose, neurotoxische Reaktionen bei hohen Dosen (Krampfanfälle).
Warnhinweise und Wechselwirkungen
Kontraindiziert bei bekannter Penicillin-Allergie. Vorsicht bei Cephalosporin-Überempfindlichkeit. Ampicillin darf nicht mit Allopurinol kombiniert werden (erhöhtes Exanthemrisiko). Wechselwirkungen: Probenecid erhöht Ampicillin-Spiegel, Methotrexat-Toxizität kann erhöht sein, orale Antikoagulanzien können beeinflusst werden. Bei Mononukleose (EBV) ist Ampicillin absolut kontraindiziert (starkes Exanthem in >90 % der Fälle).
Ampicillin ohne Rezept online bestellen
Ampicillin ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Da es überwiegend im klinischen Bereich parenteral eingesetzt wird, ist die Nachfrage für die ambulante Telemedizin gering – orale Ampicillin-Präparate werden heute kaum noch verordnet. Für ambulante bakterielle Infektionen bieten EU-lizenzierte Telemedizin-Plattformen wie DokterOnline oder DoktorABC jedoch die Möglichkeit, nach sorgfältiger ärztlicher Online-Befragung ein Rezept für Amoxicillin (die bevorzugte orale Alternative) zu erhalten.
Falls spezifisch Ampicillin in oraler Form benötigt wird, stellt ein lizenzierter EU-Arzt nach Prüfung des Online-Fragebogens bei medizinischer Eignung ein gültiges Rezept aus, das an eine EU-lizenzierte Apotheke weitergeleitet wird. Die Lieferung erfolgt diskret und sicher direkt zu Ihnen nach Hause, vollständig im Einklang mit dem EU-Telemedizinrahmen.
Antibiotika sollten niemals ohne ärztliche Verordnung eingenommen werden, da falscher Einsatz die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen fördert und gesundheitsschädlich sein kann. Seriöse Plattformen prüfen daher sorgfältig, ob eine Antibiotika-Therapie medizinisch indiziert ist.
Fazit
Ampicillin ist ein historisch bedeutsames und klinisch nach wie vor wichtiges Breitspektrum-Antibiotikum, das insbesondere für parenterale Anwendungen in der Klinik seinen festen Platz hat. Für ambulante Therapien wurde es weitgehend durch das besser resorbierbare Amoxicillin abgelöst. Der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika schließt eine ärztliche Verordnung ein, die über EU-lizenzierte Telemedizin-Plattformen unkompliziert erhältlich ist.





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