Aspirin
93,00 €
Beschreibung
Was ist Aspirin?
Aspirin ist der weltweit bekannteste Handelsname für Acetylsalicylsäure (ASS), einen der vielseitigsten und am besten untersuchten Wirkstoffe der Pharmakologie. Entwickelt von Felix Hoffmann bei Bayer im Jahr 1897 und 1899 auf den Markt gebracht, hat Aspirin eine über 125-jährige Geschichte und wird in mehr als 100 Ländern verkauft. Weltweit werden jährlich schätzungsweise 40.000 Tonnen Acetylsalicylsäure produziert.
Aspirin gehört zur Klasse der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und wirkt analgetisch (schmerzlindernd), antipyretisch (fiebersenkend) und antiphlogistisch (entzündungshemmend). In niedrigen Dosen (75–100 mg täglich) wird es außerdem als Thrombozytenaggregationshemmer eingesetzt – zur Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt, Schlaganfall und bei koronarer Herzkrankheit. Diese kardioprotektive Anwendung macht Aspirin zu einem der wichtigsten Medikamente in der Kardiologie.
Aspirin ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich: als klassische Tablette, als magensaftresistente Tablette (zur Reduktion gastrointestinaler Nebenwirkungen), als Brausetablette und als Kautablette. Die Standardstärken reichen von 100 mg (kardiovaskuläre Prophylaxe) bis 500 mg (Schmerztherapie) und sogar 1.000 mg (stärkere Schmerzen, Migräne).
Wirkstoff und Wirkungsweise
Acetylsalicylsäure (ASS)
Acetylsalicylsäure ist ein Ester aus Salicylsäure und Essigsäure. Salicylsäure selbst war bereits in der Antike aus Weidenrinde bekannt und wurde zur Schmerzbehandlung verwendet. Die chemische Synthese von Acetylsalicylsäure gelang Hoffmann durch Acetylierung der Salicylsäure, was ihre Magenverträglichkeit gegenüber der unveresterten Salicylsäure erheblich verbesserte. ASS ist eine schwache Säure (pKa 3,5) und wird im Magen-Darm-Trakt rasch resorbiert.
Wirkungsmechanismus
Aspirin hemmt irreversibel die Cyclooxygenase-Enzyme COX-1 und COX-2 durch kovalente Acetylierung eines Serinrests im aktiven Zentrum. COX-1 und COX-2 sind für die Synthese von Prostaglandinen, Prostacyclin und Thromboxan A2 aus Arachidonsäure verantwortlich. Prostaglandine vermitteln Schmerz, Entzündung und Fieber; Thromboxan A2 fördert die Thrombozytenaggregation. Durch Hemmung dieser Enzyme reduziert Aspirin Schmerz, Entzündung und Fieber sowie – in niedrigen Dosen – die Blutgerinnung über die irreversible Hemmung von COX-1 in Thrombozyten (die keine neue COX-1 synthetisieren können).
Anwendungsgebiete
Leichte bis mittelschwere Schmerzen (Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen, Muskelschmerzen), Fiebersenkung, Entzündungshemmung bei rheumatischen Erkrankungen. Kardiovaskuläre Sekundärprophylaxe (nach Herzinfarkt, TIA, Schlaganfall), koronare Herzkrankheit, instabile Angina pectoris. Bei Migräne (in höheren Dosen).
Dosierung
| Darreichungsform | Dosierung |
|---|---|
| Tablette 500 mg (Schmerz/Fieber) | 1–2 Tabletten alle 4–8 Stunden, max. 3.000 mg/Tag |
| Tablette 1.000 mg (Migräne) | 1 Tablette bei Anfall, ggf. nach 2h wiederholen |
| Tablette 100 mg (Kardiologie) | 1 Tablette täglich (Dauertherapie) |
| Tablette 75–81 mg (Kardiologie USA) | 1 Tablette täglich (Dauertherapie) |
Kinder unter 12 Jahren sollten kein Aspirin erhalten (Reye-Syndrom-Risiko). Bei leerem Magen nimmt die Magenverträglichkeit ab – Einnahme mit Wasser oder nach dem Essen empfohlen.
Handelsnamen
| Handelsname | Hersteller/Region |
|---|---|
| Aspirin | Bayer / Weltweit |
| Aspirin Protect | Bayer / Deutschland (magensaftresistent) |
| Aspirin Cardio | Bayer / EU |
| Godamed | Stada / Deutschland |
| Colfarit | Hermes / Deutschland |
| Ecotrin | GlaxoSmithKline / USA |
Nebenwirkungen
Häufig: Magenbeschwerden, Übelkeit, Magenblutungen (besonders bei höheren Dosen und Langzeitanwendung), verlängerte Blutungszeit. Selten: Magengeschwüre (Ulcera), schwere gastrointestinale Blutungen, Überempfindlichkeitsreaktionen (Aspirin-Asthma, Analgetika-Intoleranz), Tinnitus und Hörverlust bei hohen Dosen. Sehr selten: Reye-Syndrom bei Kindern mit Virusinfektionen (daher ASS bei Kindern unter 12 Jahren kontraindiziert).
Warnhinweise und Wechselwirkungen
Kontraindiziert bei: aktiven Magengeschwüren, bekannter Aspirin-Überempfindlichkeit, Gerinnungsstörungen (Hämophilie), letztem Schwangerschaftsdrittel, Kinder unter 12 Jahren mit fieberhaften Viruserkrankungen. Wechselwirkungen: Verstärkung der Antikoagulanzien-Wirkung (Warfarin, Phenprocoumon), erhöhtes Blutungsrisiko mit anderen NSAIDs, Verringerung der Wirksamkeit von Antihypertensiva (ACE-Hemmer, Diuretika), erhöhte Methotrexat-Toxizität.
Aspirin ohne Rezept online bestellen
Aspirin in Dosen bis 500 mg ist in Deutschland ohne Rezept in Apotheken erhältlich. EU-zugelassene Online-Apotheken bieten ein breites Sortiment an Aspirin-Produkten, von der klassischen Tablette bis zur magensaftresistenten Variante für die kardiovaskuläre Prophylaxe. Für die Bestellung bei einer EU-registrierten Versandapotheke ist kein Rezept erforderlich – erkennbar am offiziellen EU-Sicherheitslogo.
Für die Dauertherapie mit niedrig dosiertem Aspirin (100 mg) zur Sekundärprophylaxe bei Herzerkrankungen empfiehlt sich dennoch eine regelmäßige ärztliche Begleitung. Telemedizinplattformen wie DokterOnline oder DoktorABC können den Online-Arzt-Kontakt erleichtern und Folgeverschreibungen für entsprechende Indikationen ausstellen.
Beim Kauf von Arzneimitteln im Internet sollten Verbraucher stets das EU-Sicherheitslogo verifizieren, das einen Link zur nationalen Datenbank der zugelassenen Online-Apotheken enthält. Dies schützt vor Fälschungen und minderwertigen Produkten.
Fazit
Aspirin (Acetylsalicylsäure) ist ein universelles Medikament mit über einem Jahrhundert klinischer Erfahrung. Von der Schmerztherapie bis zur Herzinfarktprophylaxe deckt es ein breites Anwendungsspektrum ab. Seine Sicherheit und Wirksamkeit sind durch unzählige Studien belegt. Dennoch sollte es – wie alle Arzneimittel – nur gemäß Packungsbeilage oder ärztlicher Empfehlung eingenommen werden, da es bei unsachgemäßem Gebrauch schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen kann.





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