Valtrex (Valacyclovir)

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Beschreibung

Auf einen Blick: Valtrex ist ein antivirales Medikament mit dem Wirkstoff Valaciclovir, das als Prodrug von Aciclovir die Behandlung und Suppression von Herpes-simplex-Infektionen (Lippenherpes, Genitalherpes) und Varizella-Zoster-Virus-Infektionen (GĂĽrtelrose) erheblich verbessert.

Was ist Valtrex?

Valtrex ist der Markenname für Valaciclovir, das L-Valin-Ester-Prodrug des Antivirums Aciclovir. Es wurde 1995 von GlaxoSmithKline zugelassen und stellt einen bedeutenden Fortschritt gegenüber dem älteren Aciclovir dar: Die orale Bioverfügbarkeit von Valaciclovir beträgt 54 % (gegenüber nur 10–20 % für orales Aciclovir), was bedeutend höhere Plasmaspiegel mit weniger häufigen Einnahmen ermöglicht. Im Körper wird Valaciclovir durch intestinale und hepatische Esterasen rasch und vollständig zu Aciclovir und L-Valin hydrolysiert.

Herpes-simplex-Virus-Typ-1 (HSV-1, Lippenherpes) und Typ-2 (HSV-2, Genitalherpes) sowie das Varizella-Zoster-Virus (VZV, Windpocken/Gürtelrose) können durch Valtrex effektiv behandelt werden. Bei Genitalherpes ist Valtrex sowohl für die Akuttherapie als auch für die Suppressionstherapie (täglich, zur Verhinderung von Rezidiven und Übertragungsreduktion) zugelassen. Studien zeigen, dass die tägliche Suppressionstherapie das Übertragungsrisiko auf den Partner um 48 % reduziert.

In Deutschland ist Valaciclovir unter dem Markennamen Valtrex und als Generikum verschreibungspflichtig erhältlich. Es wird in der Dermatologie, Venerologie, Neurologie (postherpetische Neuralgie) und Ophthalmologie (Herpes-Keratitis) eingesetzt. Bei immungeschwächten Patienten (HIV, Transplantierte) ist es ein Pfeiler der CMV-Prophylaxe und Herpes-Behandlung.

Wirkstoff und Wirkungsweise

Valaciclovir

Valaciclovir ist der L-Valinester von Aciclovir, einem acyclischen Purin-Nukleosidanalogon. Nach oraler Einnahme wird es im Darm und in der Leber durch Valin-Ester-Hydrolasen zu Aciclovir und L-Valin gespalten. Aciclovir ist die eigentlich aktive Substanz. Valaciclovir-Tabletten sind in den Stärken 500 mg und 1000 mg erhältlich. Die Halbwertszeit von Aciclovir nach Valaciclovir-Einnahme beträgt ca. 3 Stunden; die Ausscheidung erfolgt renal (>90 % als unverändertes Aciclovir und 9-Carboxymethoxymethylguanin). Bei Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung erforderlich.

Wirkungsmechanismus

Aciclovir (das aktive Metabolit von Valaciclovir) wird intrazellulär in infizierten Zellen durch die virale Thymidinkinase (TK) zu Aciclovir-Monophosphat phosphoryliert – dieser erste Schritt ist hochselektiv, da die virale TK Aciclovir viel effizienter phosphoryliert als humane Kinasen. Zelluläre Kinasen phosphorylieren dann weiter zu Aciclovir-Triphosphat, das die virale DNA-Polymerase hemmt und als Kettenabbrecher in die virale DNA eingebaut wird. Da humane DNA-Polymerase viel weniger empfindlich ist, bleibt gesundes Gewebe weitgehend verschont.

Anwendungsgebiete

Valtrex ist zugelassen bei: Herpes-zoster-Infektionen (Gürtelrose, Verkürzung der Heilungsdauer und Reduktion der postherpetischen Neuralgie), Herpes-simplex-Infektionen (Lippenherpes: Behandlung und Prophylaxe), Genitalherpes (Erstinfektion, Rezidivbehandlung und Suppressionstherapie), Herpes-simplex-Keratitis (Auge, off-label), Cytomegalovirus-Prophylaxe nach Transplantation sowie bei immungeschwächten Patienten (HIV) zur Herpes-Prävention.

Dosierung

Darreichungsform Dosierung
Tabletten (Gürtelrose) 1000 mg 3× täglich für 7 Tage
Tabletten (Genitalherpes, Erstinfektion) 1000 mg 2× täglich für 10 Tage
Tabletten (Genitalherpes, Rezidiv) 500 mg 2× täglich für 3–5 Tage
Tabletten (Suppressionstherapie) 500 mg einmal täglich (Dauermedikation)
Tabletten (Lippenherpes, Einmaldosis) 2000 mg 2Ă— im Abstand von 12 Stunden (nur 1 Tag)

Therapiebeginn bei Gürtelrose und Genitalherpes so früh wie möglich (innerhalb von 72 Stunden nach Symptombeginn/Ausschlagbeginn) für maximale Wirksamkeit. Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz zwingend notwendig.

Handelsnamen

Handelsname Hersteller/Region
Valtrex GlaxoSmithKline (weltweit)
Valaciclovir ratiopharm ratiopharm (Deutschland)
Valaciclovir Hexal Hexal (Deutschland)
Valcivir Cipla (Indien)
Zelitrex GlaxoSmithKline (Frankreich, UK)
Viralex Ranbaxy (Indien)

Nebenwirkungen

Häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen. Gelegentlich: Bauchschmerzen, Durchfall, Hautausschlag, Fotosensibilisierung. Selten: Nierentoxizität (besonders bei Dehydratation oder bestehender Niereninsuffizienz), thrombotisch-thrombozytopenische Purpura / hämolytisch-urämisches Syndrom (TTP/HUS) bei immungeschwächten Patienten und sehr hohen Dosen, ZNS-Reaktionen (Verwirrtheit, Halluzinationen, Agitation – häufiger bei Älteren mit eingeschränkter Nierenfunktion).

Warnhinweise und Wechselwirkungen

Kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen Valaciclovir oder Aciclovir. Vorsicht bei eingeschränkter Nierenfunktion (Dosisanpassung erforderlich) und ausgeprägter Dehydratation (ausreichend Flüssigkeitszufuhr!). Wechselwirkungen: Probenecid und Cimetidin erhöhen Aciclovir-Spiegel (klinisch meist irrelevant). Mycophenolat-Mofetil kann Wechselwirkungen verursachen. In der Schwangerschaft nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung einsetzbar; in der Stillzeit mit Vorsicht.

Valtrex ohne Rezept online bestellen

Valtrex (Valaciclovir) ist in Deutschland verschreibungspflichtig. EU-lizenzierte Telemedizin-Plattformen wie DokterOnline oder DoktorABC bieten die Möglichkeit, bequem und diskreet ein ärztliches Online-Rezept zu erhalten. Besonders für Genitalherpes ist die anonyme Online-Konsultation oft die bevorzugte Methode, da sie sensible Informationen schützt. Nach dem Ausfüllen eines detaillierten medizinischen Fragebogens prüft ein lizenzierter EU-Arzt die Angaben und stellt bei gegebener Indikation ein Rezept aus.

Das Rezept wird direkt an eine EU-lizenzierte Apotheke weitergeleitet, die das Medikament diskret und schnell zu Ihnen nach Hause sendet. Der gesamte Prozess – Befragung, Arztprüfung, Rezept und Lieferung – ist vollständig digital und entspricht dem EU-Telemedizinrahmen. Für die tägliche Suppressionstherapie bei Genitalherpes bieten Telemedizin-Plattformen besonders komfortable Verlängerungsrezepte.

Bitte informieren Sie den Online-Arzt über Ihre Nierenfunktion, insbesondere wenn Sie ältere Erwachsene sind oder bekannte Nierenerkrankungen haben. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr während der Therapie ist wichtig zur Vermeidung renaler Komplikationen.

Fazit

Valtrex (Valaciclovir) ist ein modernes antivirales Prodrug mit deutlich verbesserter Bioverfügbarkeit gegenüber Aciclovir, das die Behandlung von Herpes-simplex- und Varizella-Zoster-Infektionen erheblich vereinfacht. Die Zulassung für die Suppressionstherapie bei Genitalherpes und die Möglichkeit zur Partnerübertragungsreduktion machen es zu einem wichtigen Werkzeug. EU-lizenzierte Telemedizin bietet einen diskreten und rechtssicheren Zugang zum Rezept.

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