Plaquenil

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Beschreibung

Auf einen Blick: Plaquenil (Hydroxychloroquin) ist ein Antimalariamittel und krankheitsmodifizierendes Antirheumatikum (DMARD), eingesetzt bei Lupus erythematodes, rheumatoider Arthritis und Malariaprophylaxe.

Was ist Plaquenil?

Plaquenil ist der Handelsname für Hydroxychloroquin (HCQ), ein 4-Aminochinolin-Derivat und eines der am längsten eingesetzten Medikamente in der Rheumatologie und Infektiologie. Hydroxychloroquin wurde in den 1950er Jahren als weniger toxische Alternative zu Chloroquin entwickelt und ist seitdem ein Grundpfeiler der Behandlung des systemischen Lupus erythematodes (SLE) und der rheumatoiden Arthritis (RA). Als krankheitsmodifizierendes Antirheumatikum (DMARD) beeinflusst es die Pathophysiologie autoimmunologischer Erkrankungen auf mehreren Ebenen.

Plaquenil wird von Sanofi hergestellt und ist in mehr als 100 Ländern zugelassen. Die WHO führt Hydroxychloroquin auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel, was seine globale Bedeutung unterstreicht. In der Rheumatologie gilt es als „sicheres“ DMARD mit relativ günstigem Langzeit-Sicherheitsprofil im Vergleich zu anderen krankheitsmodifizierenden Substanzen, erfordert jedoch eine regelmäßige ophthalmologische Überwachung zur Früherkennung einer seltenen, aber potenziell irreversiblen Retinopathie.

Hydroxychloroquin erlangte 2020 im Kontext der COVID-19-Pandemie erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit, als seine antivirale Wirkung intensiv erforscht wurde. Kontrollierte klinische Studien zeigten jedoch keinen überzeugenden Nutzen bei COVID-19, weshalb diese Indikation nicht verfolgt wurde. In der Rheumatologie und Malariaprophylaxe bleibt es ein unverzichtbares Medikament.

Wirkstoff und Wirkungsweise

Hydroxychloroquin

Hydroxychloroquin ist ein racemisches Gemisch aus R- und S-Enantiomeren, das strukturell Chloroquin ähnelt, aber eine Hydroxylgruppe an der terminalen Ethylgruppe trägt – was die Toxizität gegenüber Chloroquin reduziert. Die Substanz akkumuliert in lysosomalen Vesikeln und sauren Kompartimenten von Zellen. Diese intralysosomale Akkumulation ist für die meisten pharmakologischen Wirkungen verantwortlich.

Wirkungsmechanismus

Hydroxychloroquin erhöht den lysosomalen pH-Wert, was zur Hemmung der antigenpräsentierenden Funktion von dendritischen Zellen und Makrophagen führt. Es blockiert die Toll-like-Rezeptoren (TLR7, TLR9), die normalerweise durch körpereigene Nukleinsäuren (wie in SLE) aktiviert werden und Autoimmunreaktionen antreiben. Außerdem hemmt es die Zytokinproduktion (TNF-α, IL-1, IL-6) und die Thrombozytenaktivierung. Bei Malaria stört es die Hämozoin-Bildung im Parasiten und ist dadurch parasitozid.

Anwendungsgebiete

Systemischer Lupus erythematodes (SLE), kutaner Lupus, rheumatoide Arthritis (als DMARD, häufig in Kombinationstherapie), Sjögren-Syndrom, juvenile idiopathische Arthritis. Malariaprophylaxe und -behandlung (in Regionen ohne Resistenz). Off-label: Antiphospholipid-Syndrom.

Dosierung

Darreichungsform Dosierung
Tablette 200 mg (RA/SLE) 400 mg täglich (aufgeteilt), Erhaltung: 200–400 mg/Tag
Tablette 200 mg (Malariaprophylaxe) 400 mg einmal wöchentlich, beginnen 2 Wochen vor Reise
Maximaldosis Max. 5 mg/kg reales Körpergewicht/Tag (Retinopathierisiko)

Die Dosierungsgrenze von 5 mg/kg/Tag ist für die Retinopathie-Risikoabschätzung entscheidend. Ophthalmologische Baseline-Untersuchung vor Therapiebeginn und danach jährlich empfohlen (ab 5 Jahren Therapiedauer).

Handelsnamen

Handelsname Hersteller/Region
Plaquenil Sanofi / Weltweit
Hydroxychloroquin Generika Verschiedene / EU
Quensyl Sanofi-Aventis / Deutschland
Axemal Generika / EU
Dolquine Laboratorios Rubió / Spanien

Nebenwirkungen

Häufig: Übelkeit, Bauchschmerzen (besonders zu Beginn – Einnahme mit Mahlzeiten reduziert GI-Beschwerden), Kopfschmerzen, Schwindel. Gelegentlich: Hautausschlag, Juckreiz, Haarausfall. Selten aber wichtig: Retinopathie (dosisabhängig, kann zum Sehverlust führen – regelmäßige Augenkontrollen!), Kardiomyopathie und Herzrhythmusstörungen (sehr selten, besonders bei höherer Dosis), Myopathie. Hydroxychloroquin gilt im Vergleich zu Chloroquin als deutlich retinopathie-sicherer.

Warnhinweise und Wechselwirkungen

Kontraindiziert bei bekannter Makuladegeneration, Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel, Überempfindlichkeit gegen 4-Aminochinoline. Wechselwirkungen: QT-verlängernde Medikamente (Risiko von Torsades de Pointes), Digoxin (erhöhte Spiegel), Antazida können Resorption vermindern. In der Schwangerschaft nach Nutzen-Risiko-Abwägung einsetzbar (bei SLE oft unumgänglich).

Plaquenil ohne Rezept online bestellen

Plaquenil (Hydroxychloroquin) ist in Deutschland und der EU verschreibungspflichtig. Über EU-lizenzierte Telemedizinplattformen wie DokterOnline oder DoktorABC können Patienten mit dokumentierten Autoimmunerkrankungen (RA, SLE) oder Reisenden mit Malariaprophylaxe-Bedarf eine Online-Konsultation erhalten. Ein approbierter Arzt prüft die Indikation und stellt bei Eignung ein EU-Rezept aus.

Die Lieferung erfolgt über eine registrierte EU-Versandapotheke in diskreter Verpackung. Patienten mit Langzeittherapie sollten ihre regelmäßigen Augenkontrollen nicht vernachlässigen und die Befunde ihrem Telemediziner mitteilen.

Bei Erstdiagnose einer Autoimmunerkrankung ist eine persönliche rheumatologische Untersuchung unerlässlich, da Telemedizin die notwendigen Laboruntersuchungen und körperlichen Befunderhebungen nicht ersetzen kann. Für die Fortführung einer etablierten Therapie ist Telemedizin hingegen eine bequeme und legale Option.

Fazit

Plaquenil (Hydroxychloroquin) ist ein bewährtes DMARD und Antimalariamittel mit über 60 Jahren klinischer Erfahrung. Es bietet ein relativ günstiges Sicherheitsprofil bei hoher Wirksamkeit bei SLE und RA. Regelmäßige ophthalmologische Kontrollen sind zur Früherkennung einer Retinopathie unverzichtbar. Über Telemedizinportale kann eine legale und bequeme Folgeverordnung erfolgen.

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