Diflucan (Fluconazole)

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Beschreibung

Auf einen Blick: Diflucan ist ein Triazol-Antimykotikum mit dem Wirkstoff Fluconazol, das bei Pilzinfektionen durch Candida und Cryptococcus eingesetzt wird – eine wirksame und bequeme Einmaldosis-Option bei unkomplizierter Pilzinfektion.

Was ist Diflucan?

Diflucan ist der Handelsname für Fluconazol, ein systemisches Triazol-Antimykotikum, das 1990 von Pfizer eingeführt wurde und seither zu den wichtigsten Antimykotika weltweit zählt. Fluconazol steht auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Arzneimittel und ist das am häufigsten verwendete systemische Antimykotikum für Candida-Infektionen, von der häufigen vaginalen Candidose (Scheidenpilz) bis hin zur lebensbedrohlichen Candidämie bei immungeschwächten Patienten.

Das herausragende Merkmal von Fluconazol ist seine hervorragende orale Bioverfügbarkeit (>90 %), die nahezu identische Serumspiegel wie bei intravenöser Gabe erzeugt. Zudem penetriert Fluconazol sehr gut in alle Körpergewebe und -flüssigkeiten, einschließlich Liquor, Urin, Speichel und Vaginalsekret. Dies erklärt seine überragende Wirksamkeit bei urogenitalen, oropharyngealen und systemischen Pilzinfektionen.

In Deutschland ist Fluconazol in einer Einmaldosis-Form (150 mg Kapsel) rezeptfrei für die Behandlung der unkomplizierten vaginalen Candidose erhältlich – einer der seltenen Fälle, wo ein systemisches Antimykotikum OTC verfügbar ist. Höhere Dosierungen und Langzeitregimes sind verschreibungspflichtig. In der Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin ist Fluconazol ein Standard für die Pilzprophylaxe.

Wirkstoff und Wirkungsweise

Fluconazol

Fluconazol (2-(2,4-Difluorphenyl)-1,3-bis(1H-1,2,4-triazol-1-yl)propan-2-ol) ist ein bisTriazol-Antimykotikum. Es ist wasserlöslich, gut resorbierbar (>90 % oral) und hat eine Halbwertszeit von ca. 30 Stunden, die einmal tägliche oder sogar einmalige Dosierung ermöglicht. Metabolisierung gering (ca. 11 % renal als Metaboliten); primär renale Ausscheidung als unverändertes Fluconazol (80 %). Bei Niereninsuffizienz ist Dosisanpassung erforderlich.

Wirkungsmechanismus

Fluconazol hemmt selektiv das pilzliche Enzym Lanosterol-14α-Demethylase (CYP51A1), eine Cytochrom-P450-abhängige Oxidase, die für die Umwandlung von Lanosterol zu Ergosterol in der Pilzzellmembran verantwortlich ist. Durch den Ergosterol-Mangel wird die Zellmembranintegrität gestört – Pilzzellen werden permeabler, ihr Wachstum gehemmt (fungistatisch). Gegen Candida albicans und Cryptococcus neoformans wirkt Fluconazol sehr effektiv; Candida glabrata, Candida krusei und Candida auris sind häufig resistent.

Anwendungsgebiete

Diflucan ist zugelassen bei: vulvovaginaler Candidose (Scheidenpilz, Einmaldosis 150 mg), oropharyngealer Candidose (Mundsoor), ösophagealer Candidose, Candidurie, invasiver Candidose/Candidämie, Kryptokokken-Meningitis, Dermatophytosen (Tinea corporis, capitis, pedis), systemische Pilzprophylaxe bei Neutropenie/Transplantation sowie peritonealer Candidose.

Dosierung

Darreichungsform Dosierung
Kapsel 150 mg (vaginale Candidose, OTC) 150 mg einmalig
Kapsel/Tabletten (oropharyngeale Candidose) 200 mg am 1. Tag, dann 100 mg täglich für 14 Tage
Kapseln (Candidurie) 200 mg täglich für 7–14 Tage
i.v. Infusion (invasive Candidose) 400 mg am 1. Tag, dann 200–400 mg täglich
Kapseln (Kryptokokken-Meningitis) 400 mg am 1. Tag, dann 200–400 mg täglich

Fluconazol kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden. Bei Niereninsuffizienz (GFR 11–50 ml/min): Hälfte der Normaldosis. QT-Verlängerungsrisiko bei hohen Dosen beachten.

Handelsnamen

Handelsname Hersteller/Region
Diflucan Pfizer (weltweit)
Diflucan 150 Pfizer (Deutschland, OTC)
Fluconazol ratiopharm ratiopharm (Deutschland)
Fungata Generikum (Deutschland/Europa, OTC)
Flucostat Generikum (Osteuropa)
Forcan Cipla (Indien)

Nebenwirkungen

Häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall. Gelegentlich: Exanthem (besonders bei HIV-Patienten), erhöhte Leberenzyme (ALT, AST). Selten aber schwerwiegend: Hepatotoxizität (cholestatische Hepatitis, Leberversagen), Stevens-Johnson-Syndrom/toxische epidermale Nekrolyse (TEN), anaphylaktische Reaktionen, QT-Verlängerung und Torsades de Pointes (besonders bei höheren Dosen und prädisponierenden Faktoren).

Warnhinweise und Wechselwirkungen

Kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit, gleichzeitiger Einnahme von Terfenadin, Cisaprid, Astemizol, Pimozid oder Chinidin (QT-Verlängerung, Torsades). Vorsicht bei Lebererkrankungen. Fluconazol ist ein starker CYP2C9- und moderater CYP3A4-Inhibitor: erhöhte Spiegel von Warfarin (INR-Erhöhung, kritisch!), Sulfonylharnstoff-Antidiabetika (Hypoglykämie), Ciclosporin, Tacrolimus, Phenytoin, Statinen. Rifampicin reduziert Fluconazol-Spiegel. In der Schwangerschaft (besonders >150 mg) nicht empfohlen (teratogen in höheren Dosen).

Diflucan ohne Rezept online bestellen

Diflucan 150 mg (Fluconazol Einmaldosis gegen vaginale Candidose) ist in Deutschland rezeptfrei in Apotheken erhältlich und kann problemlos bei EU-lizenzierten Online-Apotheken bestellt werden – kein Rezept erforderlich. EU-lizenzierte Online-Apotheken bieten dabei denselben Qualitätsstandard wie stationäre Apotheken und liefern die Bestellung diskret nach Hause.

Für höhere Dosierungen, Langzeittherapien, Pilzprophylaxe oder andere Indikationen (systemische Infektionen, Kryptokokkose) sind verschreibungspflichtige Formulierungen notwendig. Über Telemedizin-Plattformen wie DokterOnline oder DoktorABC können Sie nach Ausfüllen eines Online-Fragebogens ein ärztliches Rezept von einem zugelassenen EU-Arzt erhalten.

Bitte beachten Sie beim Kauf: Falls Sie Warfarin, orale Antidiabetika oder andere CYP2C9-Substrate einnehmen, ist eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme von Fluconazol zwingend erforderlich, da schwerwiegende Wechselwirkungen auftreten können.

Fazit

Diflucan (Fluconazol) ist ein hochwirksames, gut verträgliches Triazol-Antimykotikum mit hervorragender oraler Bioverfügbarkeit und langer Halbwertszeit, das als Einmaldosis bei vaginaler Candidose besonders praktisch ist. Seine Bedeutung in der Therapie und Prophylaxe systemischer Pilzinfektionen macht es unverzichtbar. Die rezeptfreie Verfügbarkeit der 150-mg-Kapsel und EU-lizenzierte Online-Apotheken machen den Zugang unkompliziert.

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