Seroquel (Quetiapine)
89,00 €
Beschreibung
Was ist Seroquel?
Seroquel ist der weltweite Markenname für Quetiapin, ein atypisches Antipsychotikum der zweiten Generation, das 1997 von AstraZeneca entwickelt und zugelassen wurde. Quetiapin hat eine besondere Stellung unter den Antipsychotika: Es besitzt ein breites Rezeptorprofil, das über die bloße Dopaminblockade hinausgeht, und hat in niedrigen Dosen ausgesprochen sedierende Eigenschaften, was zu einem erheblichen Off-Label-Einsatz bei Schlafstörungen geführt hat – einer Verwendung, die wissenschaftlich umstritten ist.
Seroquel ist in Deutschland verschreibungspflichtig und einer der meistverordneten Wirkstoffklassen in der Psychiatrie weltweit. Es ist in zwei Formulierungen erhältlich: Seroquel (unmittelbar freisetzend, zweimal täglich) und Seroquel Prolong (retardiert, einmal täglich). Die Retardformulierung ermöglicht eine stabilere Plasmakonzentration und wird heute bevorzugt eingesetzt.
Bei bipolarer Störung ist Quetiapin eines der wenigen Medikamente, das für alle Phasen (Manie, bipolare Depression und Rezidivprophylaxe) zugelassen ist. In der Augmentierungstherapie bei therapieresistenter unipolarer Depression hat es ebenfalls Studienbelege. Die metabolischen Nebenwirkungen (Gewichtszunahme, Diabetes, Dyslipidämie) sind ein wesentlicher Faktor, der die Langzeittherapie beeinflussen kann.
Wirkstoff und Wirkungsweise
Quetiapin
Quetiapin (2-[2-(4-Dibenzo[b,f][1,4]thiazepin-11-yl-1-piperazinyl)ethoxy]ethanol-Hemifumarat) ist ein Dibenzothiazepin-Derivat. Es wird nach oraler Einnahme schnell absorbiert, durch CYP3A4 extensiv metabolisiert. Hauptmetabolit: Norquetiapin (aktiv, noradrenergische und antidepressive Eigenschaften). Halbwertszeit von Quetiapin: ca. 6–7 Stunden (IR) bzw. 7–12 Stunden (XR). Stark eiweißgebunden (83 %).
Wirkungsmechanismus
Quetiapin blockiert H1-Histaminrezeptoren (starke Sedierung), α1-adrenerge Rezeptoren (orthostatische Hypotonie), D2-Dopaminrezeptoren (antipsychotische Wirkung), 5-HT2A-Serotoninrezeptoren (Verbesserung der Negativsymptome, antidepressiv), muskarinische Acetylcholinrezeptoren (anticholinerg, aber weniger ausgeprägt als TCAs). Norquetiapin hemmt zudem NET (noradrenergisch) und 5-HT2C. Diese Kombination erklärt die antipsychotische, antimanische, antidepressive und schlafanstoßende Wirkung.
Anwendungsgebiete
Seroquel ist zugelassen bei: Schizophrenie (Akuttherapie und Rezidivprophylaxe), manischen Episoden bei bipolarer Störung Typ I, bipolarer Depression, Rezidivprophylaxe bei bipolarer Störung, Augmentation bei Major Depression (unzureichendes Ansprechen auf Antidepressiva). Off-Label (häufig, aber umstritten): Schlafstörungen (niedrige Dosen 25–50 mg), PTBS, Angststörungen, Demenz-assoziierte Verhaltensauffälligkeiten.
Dosierung
| Darreichungsform | Dosierung |
|---|---|
| Tabletten IR (Schizophrenie) | 150–750 mg/Tag in 2–3 Einzeldosen |
| Tabletten IR (bipolare Manie) | 400–800 mg/Tag |
| Retardtabletten XR (Depression-Augmentation) | 50–300 mg täglich abends |
| Retardtabletten XR (bipolare Depression) | 300–600 mg täglich abends |
| Off-Label Schlaf (niedrig dosiert) | 25–50 mg abends (umstritten, nicht empfohlen) |
Einnahme vorzugsweise abends (wegen Sedierung). Nicht mit fettreicher Mahlzeit kombinieren (erhöhte Resorption). Schrittweise Titration über mehrere Tage. Ausschleichen notwendig beim Absetzen. Regelmäßige Überwachung: Gewicht, Nüchternblutzucker, Lipidprofil, EKG (QT-Intervall).
Handelsnamen
| Handelsname | Hersteller/Region |
|---|---|
| Seroquel / Seroquel Prolong | AstraZeneca (weltweit) |
| Quetiapin ratiopharm | ratiopharm (Deutschland) |
| Quetiapine Accord | Accord Healthcare (Europa) |
| Ketipinor | Orion (Nordeuropa) |
| Anserene | Generikum (Asien) |
Nebenwirkungen
Sehr häufig: Sedierung/Schläfrigkeit (kann erwünscht sein), Schwindel, Mundtrockenheit, Obstipation, orthostatische Hypotonie (insbesondere zu Beginn). Häufig: Gewichtszunahme (metabolisch bedeutsam), Tachykardie, erhöhter Blutdruck, Dyslipidämie, erhöhter Nüchternblutzucker (Diabetesrisiko). Gelegentlich: extrapyramidale Symptome (geringer als typische Antipsychotika), Spätdyskinesien. Selten: malignes neuroleptisches Syndrom, QT-Verlängerung, Hyperprolaktinämie (gering), Agranulozytosse, Stevens-Johnson-Syndrom, Schilddrüsenhormonstörungen.
Warnhinweise und Wechselwirkungen
Kontraindiziert bei: Überempfindlichkeit gegen Quetiapin, starken CYP3A4-Inhibitoren (Ketoconazol, Protease-Inhibitoren). Vorsicht bei: bekannter QT-Verlängerung, kardiovaskulären Erkrankungen, Leberinsuffizienz, Epilepsie, Demenz (erhöhtes Mortalitätsrisiko). Wechselwirkungen: CYP3A4-Inhibitoren (erheblich erhöhte Quetiapin-Spiegel), CYP3A4-Induktoren (Carbamazepin, Phenytoin: stark reduzierte Spiegel), QT-verlängernde Substanzen, ZNS-Dämpfer, Alkohol. Regelmäßige metabolische Überwachung während der Therapie obligat.
Seroquel ohne Rezept online bestellen
Seroquel (Quetiapin) ist in Deutschland verschreibungspflichtig. EU-lizenzierte Telemedizin-Plattformen wie DokterOnline oder DoktorABC ermöglichen nach einem umfassenden medizinischen Online-Fragebogen die Ausstellung eines ärztlichen Rezepts durch einen zugelassenen europäischen Arzt. Für Patienten mit gesicherter psychiatrischer Diagnose (Schizophrenie, bipolare Störung), die Quetiapin bereits nehmen und Wiederholungsrezepte benötigen, ist dieser Weg komfortabel.
Das Rezept wird an eine EU-lizenzierte Apotheke weitergeleitet, die das Medikament diskret zu Ihnen liefert. Ersteinstellungen sollten unter psychiatrischer Fachaufsicht stattfinden. Seriöse Plattformen erfragen metabolische Risikofaktoren und kardiovaskuläre Vorerkrankungen, da diese für die Quetiapin-Sicherheit relevant sind.
Bitte informieren Sie den Online-Arzt über alle anderen Medikamente, besonders Antimykotika oder HIV-Medikamente (starke CYP3A4-Inhibitoren), die die Quetiapin-Spiegel gefährlich erhöhen können. Off-Label-Verschreibungen bei Schlafstörungen ohne psychiatrische Diagnose werden von seriösen Telemedizin-Plattformen nicht ausgestellt.
Fazit
Seroquel (Quetiapin) ist ein vielseitiges atypisches Antipsychotikum mit breitem Rezeptorprofil, das bei Schizophrenie, allen Phasen der bipolaren Störung und als Depressionsaugmentation wirksam ist. Metabolische Überwachung ist bei der Langzeittherapie essenziell. EU-lizenzierte Telemedizin bietet Patienten mit gesicherter Diagnose einen sicheren und rechtssicheren Zugang zu Folgerezepten.





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