Paxil (Paroxetine)
88,00 €
Beschreibung
Was ist Paxil?
Paxil ist der US-amerikanische Handelsname für Paroxetin, einen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), der 1992 von SmithKline Beecham (heute GlaxoSmithKline) eingeführt wurde. Paroxetin ist der SSRI mit der stärksten Hemmung des Serotonin-Transporters und besitzt zusätzlich ausgeprägte anticholinerge und noradrenerge Eigenschaften, die es von anderen SSRIs unterscheiden. Diese Besonderheiten erklären sowohl die breitere Wirksamkeit (inkl. anxiolytische und schlaffördernde Effekte) als auch das spezifische Nebenwirkungsprofil.
In Deutschland ist Paroxetin unter dem Namen Seroxat bekannt und verschreibungspflichtig. Es ist bei einer breiten Palette psychiatrischer Erkrankungen zugelassen, darunter mehrere Angststörungen – was im SSRI-Vergleich besonders vielseitig ist. Paroxetin hat jedoch eine wichtige klinische Besonderheit: Aufgrund seiner kurzen Halbwertszeit ohne aktive Metaboliten und seiner starken Hemmung von CYP2D6 (Autoinhibition des eigenen Abbaus) entstehen bei abruptem Absetzen häufig und schwer ausgeprägte Absetzsyndrome.
Paroxetin hat eine umstrittene Geschichte in Bezug auf Suizidgedanken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, was zu einer Black-Box-Warnung in den USA führte. Diese betrifft alle Antidepressiva, ist aber ein wichtiger Hinweis für die klinische Praxis. In der Schwangerschaft ist Paroxetin im ersten Trimester kontraindiziert (erhöhtes Risiko für kardiale Fehlbildungen).
Wirkstoff und Wirkungsweise
Paroxetin
Paroxetin ((-)-trans-4R-(4′-Fluorphenyl)-3S-((3′,4′-methylendioxyphenoxy)methyl)piperidin-Hydrochlorid) ist ein Piperidin-Derivat. Es wird nach oraler Einnahme gut resorbiert und durch CYP2D6 metabolisiert – hemmt dieses Enzym aber gleichzeitig stark (Autoinhibition), was die Pharmakokinetik nichtlinear macht. Die Halbwertszeit beträgt 21–24 Stunden (erhöht sich bei Mehrfachdosierung durch Autoinhibition). Keine aktiven Metaboliten. Stark eiweiĂźgebunden (ca. 95 %).
Wirkungsmechanismus
Paroxetin ist der potenteste SERT-Inhibitor unter den SSRIs und hemmt hochselektiv den Serotonin-Transporter. Zusätzlich besitzt es stärkere anticholinerge (muskarinische M1-Blockade), noradrenerge (NET-Hemmung) und schwache antihistaminerge Aktivität als andere SSRIs. Diese Zusatzwirkungen erklären den sedierenden und anxiolytischen Effekt, aber auch anticholinerge Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Obstipation und Harnverhalt. Keine dopaminergischen oder α-adrenergen Effekte.
Anwendungsgebiete
Paxil/Paroxetin ist zugelassen bei: Major Depression, generalisierter Angststörung (GAD), sozialer Angststörung (soziale Phobie), Panikstörung (mit und ohne Agoraphobie), Zwangsstörung (OCD), posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), prämenstuellem dysphorischem Syndrom (PMDS). Off-label: Hitzewallungen/Hot Flashes (Brisdelle 7,5 mg in den USA zugelassen), vorzeitiger Ejakulation.
Dosierung
| Darreichungsform | Dosierung |
|---|---|
| Tabletten (Depression/GAD) | 20 mg täglich morgens (Steigerung auf 40–60 mg möglich) |
| Tabletten (soziale Phobie/PTBS) | 20 mg täglich (max. 50 mg/Tag) |
| Tabletten (OCD) | 40 mg täglich (max. 60 mg/Tag) |
| Tabletten (Panikstörung) | 10 mg täglich (Start), Steigerung auf 40 mg |
| Retardtabletten CR (Paxil CR) | 12,5–75 mg täglich |
Morgens mit dem Frühstück einnehmen. Niemals abrupt absetzen – langsames Ausschleichen über Wochen bis Monate obligat (10–20 % Dosisreduktion alle 2–4 Wochen). Paroxetin hat unter den SSRIs das ausgeprägteste Absetzsyndrom.
Handelsnamen
| Handelsname | Hersteller/Region |
|---|---|
| Paxil / Paxil CR | GlaxoSmithKline (USA) |
| Seroxat | GlaxoSmithKline (Deutschland, UK) |
| Paroxetin ratiopharm | ratiopharm (Deutschland) |
| Paroxetin Hexal | Hexal (Deutschland) |
| Aropax | GlaxoSmithKline (Australien) |
| Deroxat | GlaxoSmithKline (Frankreich) |
Nebenwirkungen
Häufig: Ăśbelkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Schlaflosigkeit, Schwitzen, Mundtrockenheit, Obstipation, Diarrhoe, Gewichtszunahme (bei Langzeittherapie stärker als bei anderen SSRIs), sexuelle Funktionsstörungen (Libidoverlust, Anorgasmie, erektile Dysfunktion – sehr häufig). Absetzsyndrom: schwindel, Kribbeln, elektrisierende Empfindungen (‚brain zaps‘), Ăśbelkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen. Selten: Hyponatriämie, Serotonin-Syndrom, Blutungsneigung, Suizidgedanken (Black-Box-Warnung). Kardiale Fehlbildungen bei Exposition im 1. Schwangerschaftstrimester.
Warnhinweise und Wechselwirkungen
Absolut kontraindiziert mit MAO-Hemmern (Serotonin-Syndrom), Thioridazin, Pimozid. Im 1. Trimester der Schwangerschaft kontraindiziert (erhöhtes Risiko für Ventrikelseptumdefekte). Paroxetin ist ein starker CYP2D6-Inhibitor – hemmt den Metabolismus von Tamoxifen (reduzierte Wirksamkeit), Tricyclika, Antipsychotika, Codein/Tramadol. Wechselwirkungen: Triptane/Linezolid/Tramadol (Serotonin-Syndrom), Antikoagulanzien (erhöhte Blutungsneigung), Cimetidin (erhöhte Paroxetin-Spiegel).
Paxil ohne Rezept online bestellen
Paroxetin (Paxil/Seroxat) ist in Deutschland verschreibungspflichtig. EU-lizenzierte Telemedizin-Plattformen wie DokterOnline oder DoktorABC ermöglichen nach einer umfassenden medizinischen Online-Befragung die Ausstellung eines ärztlichen Rezepts durch einen zugelassenen europäischen Arzt. Für Patienten, die bereits auf Paroxetin eingestellt sind und Folgerezepte benötigen, ist dieser Weg besonders praktisch und komfortabel.
Das Rezept wird an eine EU-lizenzierte Apotheke weitergeleitet, die das Medikament diskret und sicher nach Hause liefert. Der gesamte Prozess entspricht dem EU-Telemedizinrahmen. Seriöse Plattformen informieren Patienten ausdrücklich über die Wichtigkeit des Nicht-abrupten Absetzens und empfehlen bei Änderungen der Therapie eine engmaschige ärztliche Begleitung.
Teilen Sie dem Online-Arzt alle eingenommenen Medikamente mit – insbesondere da Paroxetin ein starker CYP2D6-Inhibitor ist und zahlreiche klinisch relevante Wechselwirkungen verursachen kann. Bei Schwangerschaftswunsch sollte immer eine psychiatrische Fachberatung zum sicheren Absetzen oder Umstieg auf sicherere Alternativen erfolgen.
Fazit
Paxil (Paroxetin) ist ein hochwirksamer SSRI mit breitem Zulassungsspektrum bei Depression und multiplen Angststörungen. Seine stärkere anticholinerge und noradrenerge Komponente verleiht ihm besondere anxiolytische Eigenschaften, erfordert aber sorgfältige Dosierungskontrolle und langsames Ausschleichen. EU-lizenzierte Telemedizin-Plattformen bieten Patienten einen sicheren und diskreten Zugang zu Folgerezepten.





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