Venlor
84,00 €
Beschreibung
Was ist Venlor?
Venlor ist der Handelsname für Venlafaxin, hergestellt von Cipla Ltd., einem der führenden indischen Pharmaunternehmen. Venlafaxin gehört zur Klasse der Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) und ist ein Antidepressivum der zweiten Generation. Es wurde ursprünglich von Wyeth Pharmaceuticals (heute Pfizer) entwickelt und 1993 in den USA unter dem Namen Effexor zugelassen. Seitdem gehört Venlafaxin weltweit zu den meistverordneten Antidepressiva.
Im Gegensatz zu den älteren trizyklischen Antidepressiva (TCA) oder den reinen SSRIs zeichnet sich Venlafaxin durch eine doppelte Wirkung auf Serotonin- und Noradrenalinsysteme aus. Bei niedrigen Dosen (bis ca. 150 mg) dominiert die Serotonin-Wiederaufnahmehemmung; bei höheren Dosen (ab 225 mg) kommt die Noradrenalin-Hemmung hinzu. Diese dosisabhängige Dual-Wirkung macht Venlafaxin besonders effektiv bei schweren Depressionen und therapieresistenten Fällen.
Venlor von Cipla ist ein Generikum, das Venlafaxin in Kapselform mit verzögerter Freisetzung (XR-Formulierung) enthält, was eine einmal tägliche Dosierung ermöglicht und die gastrointestinale Verträglichkeit verbessert. Es ist in mehreren Dosen (75 mg, 150 mg) erhältlich. In Deutschland ist Venlafaxin verschreibungspflichtig und wird in der psychiatrischen und hausärztlichen Praxis eingesetzt.
Wirkstoff und Wirkungsweise
Venlafaxin
Venlafaxin (1-[2-(Dimethylamino)-1-(4-methoxyphenyl)ethyl]cyclohexanol hydrochlorid) ist eine bizyklische Verbindung ohne strukturelle Ähnlichkeit zu TCA oder SSRIs. Es wird in der Leber zu O-Desmethylvenlafaxin (Desvenlafaxin) metabolisiert, dem pharmakologisch aktiven Hauptmetaboliten. Beide Substanzen hemmen den Rücktransport von Serotonin und Noradrenalin aus dem synaptischen Spalt.
Wirkungsmechanismus
Venlafaxin hemmt präferentiell den Serotonin-Transporter (SERT) und bei höheren Dosen auch den Noradrenalin-Transporter (NET). Im Gegensatz zu TCA bindet es kaum an muskarinerge, histaminerge oder α1-adrenerge Rezeptoren, was das Nebenwirkungsprofil (kein Mundtrockenheit, kein Sedierung, keine orthostatische Hypotonie) günstiger gestaltet. Durch erhöhte synaptische Serotonin- und Noradrenalinspiegel wird die Neurotransmission in den Affekt- und Stimmungszentren des limbischen Systems normalisiert.
Anwendungsgebiete
Major Depression (unipolare Depression), generalisierte Angststörung (GAD), soziale Angststörung (SAD), Panikstörung, posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, off-label). Off-label: Neuropathische Schmerzen, Hitzewallungen (Menopause), ADHS bei Erwachsenen.
Dosierung
| Darreichungsform | Dosierung |
|---|---|
| Retardkapsel 75 mg (Depression) | 75 mg einmal täglich zum Frühstück, nach 4 Wochen ggf. auf 150 mg erhöhen |
| Retardkapsel 150 mg (schwere Depression) | 150–225 mg täglich (unter Überwachung) |
| Angststörungen | 75 mg täglich, ggf. bis 225 mg steigern |
Absetzen stets ausschleichend ĂĽber mindestens 4 Wochen (Absetzsyndrom vermeiden). Keine abrupte Unterbrechung! Bei Leberinsuffizienz Dosisreduktion um 50 %.
Handelsnamen
| Handelsname | Hersteller/Region |
|---|---|
| Venlor | Cipla / Indien |
| Effexor XR | Pfizer / USA |
| Trevilor retard | Pfizer / Deutschland |
| Venlafaxin (Generika) | Verschiedene / EU |
| Efexor | Pfizer / UK |
Nebenwirkungen
Häufig: Ăśbelkeit (besonders zu Beginn), Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, Schwitzen, sexuelle Dysfunktion (Libidoverlust, Orgasmusschwierigkeiten, Ejakulationsverzögerung). Gelegentlich: Blutdruckanstieg (dosisabhängig, besonders bei Dosen ĂĽber 225 mg), Herzrasen, Appetitverlust. Wichtig: Absetzsyndrom bei abruptem Absetzen (grippeähnliche Symptome, „Brain Zaps“, Schwindel, Stimmungsschwankungen) – immer ausschleichend absetzen.
Warnhinweise und Wechselwirkungen
Nicht kombinieren mit MAO-Hemmern (Serotoninsyndrom-Risiko, lebensgefährlich!). Mindestens 14 Tage Abstand nach MAO-Hemmer-Absetzen. Serotoninsyndrom-Risiko auch mit anderen serotonergen Substanzen (Tramadol, Triptane, Johanniskraut). Vorsicht bei unkontrollierter Hypertonie, Glaukom, Epilepsie, bipolarer Störung. In Schwangerschaft nur nach strenger Abwägung; neonatales Absetzsyndrom bei Einnahme im letzten Trimester möglich.
Venlor ohne Rezept online bestellen
Venlafaxin ist in Deutschland verschreibungspflichtig. EU-lizenzierte Telemedizinplattformen wie DokterOnline oder DoktorABC ermöglichen einen legalen Online-Zugang für geeignete Patienten: Nach einem detaillierten psychiatrischen Fragebogen prüft ein approbierter Arzt die Angaben und stellt bei klar definierter Indikation (z. B. dokumentierte Depression oder Angststörung) ein EU-Rezept aus. Die angeschlossene Versandapotheke liefert diskret.
Besonders praktisch ist dieser Weg für Patienten mit stabiler antidepressiver Einstellung, die regelmäßige Folgeverschreibungen benötigen. Erstpatienten sollten eine psychiatrische oder hausärztliche Erstbewertung in Betracht ziehen, da psychische Erkrankungen eine differenzierte Diagnosestellung erfordern.
Wichtig: Antidepressiva sollten niemals abrupt abgesetzt werden. Bei Änderungen der Medikation oder bei unerwünschten Wirkungen sollte immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder dem Telemediziner gehalten werden.
Fazit
Venlor (Venlafaxin) von Cipla bietet die dual wirksame SNRI-Therapie zu günstigem Preis. Es ist ein gut wirksames Antidepressivum der zweiten Wahl oder bei schweren Depressionen auch der ersten Wahl. Das Absetzsyndrom und der mögliche Blutdruckanstieg erfordern ärztliche Begleitung. Über Telemedizinportale ist ein legaler und bequemer Zugang für geeignete Patienten möglich.





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