Augmentin (Amoxicillin)
93,00 €
Beschreibung
Was ist Augmentin?
Augmentin ist ein Kombinationsantibiotikum, das aus dem Breitspektrum-Aminopenicillin Amoxicillin und Clavulansäure besteht. Clavulansäure ist ein β-Lactamase-Inhibitor, der selbst nur schwache antibiotische Aktivität besitzt, aber die β-Lactamasen hemmt – jene Enzyme, mit denen viele Bakterien Antibiotika inaktivieren und sich so resistent machen. Die Kombination wurde 1981 von Beecham (heute GlaxoSmithKline) entwickelt und hat seitdem weltweit als Augmentin Einzug in die klinische Praxis gehalten.
Die Bedeutung von Augmentin liegt in seiner Fähigkeit, Resistenzmechanismen zu überwinden. Zahlreiche klinisch relevante Keime wie Staphylococcus aureus, Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis, Klebsiella pneumoniae und E. coli produzieren β-Lactamasen, die Amoxicillin allein inaktivieren würden. Durch die gleichzeitige Gabe von Clavulansäure werden diese Enzyme gehemmt, sodass Amoxicillin seine bakterizide Wirkung entfalten kann.
Augmentin ist weltweit eines der meistverordneten Antibiotika und steht auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Arzneimittel. In Deutschland ist es unter Namen wie Augmentan bekannt und verschreibungspflichtig. Es ist in verschiedenen Stärken und Darreichungsformen erhältlich – Tabletten, Kautabletten, Pulver für Suspension und i.v.-Infusionslösungen.
Wirkstoff und Wirkungsweise
Amoxicillin/Clavulansäure
Clavulansäure ist eine aus dem Bakterium Streptomyces clavuligerus gewonnene natürliche Verbindung mit einem β-Lactam-Ring ähnlich dem der Penicilline. Sie bindet irreversibel an β-Lactamasen der Klasse A (Serinproteasen), inaktiviert diese und verhindert so die Spaltung des Amoxicillin-β-Lactamrings. Amoxicillin wirkt dann ungehindert auf die PBPs der Bakterienzellwand. Das Verhältnis von Amoxicillin zu Clavulansäure in kommerziellen Präparaten beträgt üblicherweise 4:1, 7:1 oder 14:1.
Wirkungsmechanismus
Amoxicillin hemmt wie alle β-Lactame die bakterielle Peptidoglykan-Synthese durch Bindung an PBPs, was zur Lyse der Bakterien führt. Clavulansäure schützt Amoxicillin vor der Inaktivierung durch β-Lactamasen, indem es diese Enzyme suizidal hemmt. Diese synergistische Kombination ermöglicht es Augmentin, auch gegen β-Lactamase-produzierende Stämme von H. influenzae, S. aureus (MSSA), Moraxella catarrhalis, E. coli und Klebsiella spp. wirksam zu sein. MRSA und viele ESBL-produzierende Keime sind jedoch weiterhin resistent.
Anwendungsgebiete
Augmentin ist indiziert bei: Sinusitis (akute bakterielle), Otitis media, Tonsillitis durch β-Lactamase-Bildner, Infektionen der unteren Atemwege (ambulant erworbene Pneumonie, akute Exazerbation chronischer Bronchitis), Harnwegsinfektionen (unkompliziert und kompliziert), Haut- und Weichteilinfektionen (Bisswunden, Abszesse), intraabdominalen und gynäkologischen Infektionen, sowie als perioperative Prophylaxe.
Dosierung
| Darreichungsform | Dosierung |
|---|---|
| Tabletten 875/125 mg (Erwachsene) | 1 Tablette alle 12 Stunden |
| Tabletten 500/125 mg (Erwachsene) | 1 Tablette alle 8 Stunden |
| Suspension (Kinder, <40 kg) | 25/3,6 mg/kg/Tag in 2 Einzeldosen |
| i.v.-Infusion (Klinik, schwere Infektionen) | 1,2 g alle 8 Stunden |
Augmentin sollte zu Beginn einer Mahlzeit eingenommen werden, um die Verträglichkeit zu verbessern. Therapiedauer: 5–14 Tage je nach Indikation. Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz (GFR <30 ml/min) notwendig.
Handelsnamen
| Handelsname | Hersteller/Region |
|---|---|
| Augmentin | GlaxoSmithKline (weltweit) |
| Augmentan | GlaxoSmithKline (Deutschland) |
| Amoxiclav | Sandoz (Europa) |
| Clavamox | Pfizer (Veterinärmedizin) |
| Forcid | Pfizer (Skandinavien) |
| Enhancin | GlaxoSmithKline (Asien) |
Nebenwirkungen
Häufig: Diarrhoe (häufiger als bei reinem Amoxicillin, bedingt durch Clavulansäure), Übelkeit, Erbrechen, Exanthem. Gelegentlich: Candidose, Erhöhung der Leberenzyme (ALT, AST). Selten: Cholestase, Hepatitis (bedingt durch Clavulansäure – wichtige Nebenwirkung, Clavulansäure ist hepatotoxischer als Amoxicillin allein), anaphylaktische Reaktionen, pseudomembranöse Kolitis. Clavulansäure-assoziierte cholestatische Hepatitis kann Wochen nach Therapieende auftreten.
Warnhinweise und Wechselwirkungen
Kontraindiziert bei Penicillin-Allergie und bei vorbestehender Augmentin-assoziierter Cholestase/Hepatitis. Vorsicht bei Lebererkrankungen. Wechselwirkungen entsprechen denen von Amoxicillin: Methotrexat (erhöhte Toxizität), Probenecid (erhöhte Spiegel), orale Antikoagulanzien (INR-Veränderungen). Augmentan soll zu Mahlzeiten eingenommen werden, um GI-Nebenwirkungen zu minimieren. Bei Mononukleose kontraindiziert (Exanthem-Risiko).
Augmentin ohne Rezept online bestellen
Augmentin (Amoxicillin/Clavulansäure) ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Über EU-lizenzierte Telemedizin-Plattformen wie DokterOnline oder DoktorABC können Patienten nach dem Ausfüllen eines detaillierten Online-Fragebogens zu ihren Symptomen und ihrer Krankengeschichte ein ärztliches Rezept erhalten. Ein zugelassener europäischer Arzt prüft die Angaben und stellt bei klinisch nachvollziehbarer Indikation ein gültiges Rezept aus, das direkt an eine EU-lizenzierte Apotheke weitergeleitet wird.
Die Apotheke liefert das Medikament diskret und sicher zu Ihnen nach Hause. Dieser gesamte Prozess entspricht dem EU-Telemedizinrahmen und ist vollständig legal. Besonders für Infektionen, die bereits mit Amoxicillin allein behandelt wurden und nicht abgeklungen sind, oder bei bekannten Resistenzproblemen in der Region, ist Augmentin eine wichtige Option, die über Telemedizin zugänglich ist.
Bitte achten Sie auf vollständige Therapiedurchführung und informieren Sie den Online-Arzt über alle aktuellen Medikamente sowie Vorerkrankungen der Leber, da Clavulansäure hepatotoxisch wirken kann.
Fazit
Augmentin (Amoxicillin/Clavulansäure) ist ein wichtiges Antibiotikum mit erweitertem Wirkspektrum, das resistente Keime überwindet und bei komplexen Infektionen die erste Wahl darstellt. Die Zugabe von Clavulansäure macht es deutlich vielseitiger als reines Amoxicillin. Über EU-lizenzierte Telemedizin ist ein sicherer und rechtlich einwandfreier Zugang möglich, wobei die vollständige Einnahme und ärztliche Überwachung essentiell bleiben.





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