Flagyl (Metronidazole)

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Beschreibung

Auf einen Blick: Flagyl ist ein Nitroimidazol-Antibiotikum und Antiparasitikum mit dem Wirkstoff Metronidazol, das selektiv gegen anaerobe Bakterien und Protozoen wirkt und bei Infektionen mit C. difficile, Trichomoniasis, bakterieller Vaginose und intraabdominalen Infektionen eingesetzt wird.

Was ist Flagyl?

Flagyl ist der weltweit bekannteste Markenname für Metronidazol, ein Nitroimidazol-Antibiotikum mit einzigartiger selektiver Aktivität gegen anaerobe Mikroorganismen und Protozoen. Es wurde 1959 von Rhône-Poulenc entwickelt und zunächst zur Behandlung der Trichomonas-Vaginalis-Infektion eingesetzt. Bald stellte sich heraus, dass Metronidazol auch gegen eine breite Palette anderer Anaerobier und Protozoen hochwirksam ist.

Das Besondere an Metronidazol ist seine Selektivität: Es ist nahezu ausschließlich gegen obligate Anaerobier und Protozoen wirksam, da nur diese Organismen über das Ferredoxin-System verfügen, das Metronidazol in seine toxische Form aktiviert. Aerobe Bakterien und humane Zellen werden kaum beeinträchtigt. Dies macht Flagyl zu einem unverzichtbaren Mittel in der anaeroben Infektionstherapie, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich.

Metronidazol steht auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Arzneimittel und ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Es ist in verschiedenen Formen verfügbar: Tabletten, Infusionslösungen, Vaginalgel und Cremes. Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol ist wegen des Disulfiram-ähnlichen Effekts (Acetaldehyd-Ansammlung) absolut kontraindiziert.

Wirkstoff und Wirkungsweise

Metronidazol

Metronidazol (2-(2-Methyl-5-nitroimidazol-1-yl)ethanol) ist ein synthetisches Nitroimidazol-Derivat. Es ist ein kleines Molekül mit guter oraler Bioverfügbarkeit (>80 %) und hervorragender Gewebepenetration, einschließlich ZNS, Knochen und Abszessen. Die Halbwertszeit beträgt 8 Stunden. Metronidazol wird hepatisch zu aktiven und inaktiven Metaboliten abgebaut; renale und fäkale Ausscheidung. Bei schwerer Leberinsuffizienz ist eine Dosisreduktion erforderlich.

Wirkungsmechanismus

In anaeroben Organismen und Protozoen wird Metronidazol durch Ferredoxin-Reduktasen zu reaktiven Nitroradikalen aktiviert. Diese Radikale binden an bakterielle DNA, verursachen Strangbrüche und hemmen die DNA-Synthese – was bakterizid wirkt. Da aerobe Zellen und humane Gewebe nicht über ausreichend reduzierte Ferredoxin-Äquivalente verfügen, bleiben sie weitgehend unbeeinträchtigt. Der Mechanismus erklärt die einzigartige Selektivität des Metronidazols.

Anwendungsgebiete

Flagyl ist indiziert bei: Trichomoniasis (urogenital), bakterieller Vaginose, Clostridioides-difficile-assoziierter Diarrhoe/Kolitis, intraabdominalen Infektionen (Anaerobier, Kombinationstherapie), Helicobacter-pylori-Eradikation (Triple-Therapie), Amöbiasis (Entamoeba histolytica), Giardiasis (Lambliasis), Abszessen (perianale, intraabdominale), Gingivitis ulcerosa, Parodontitis, perioperative Anaerobier-Prophylaxe sowie anaerobischen Hirn- und Lungenabszessen.

Dosierung

Darreichungsform Dosierung
Tabletten (Trichomoniasis, Einmaldosis) 2 g einmalig
Tabletten (bakterielle Vaginose) 400–500 mg 2× täglich für 7 Tage
Tabletten (C.-difficile-Infektion, leicht-mittel) 500 mg 3× täglich für 10–14 Tage
i.v. Infusion (schwere anaerobe Infektionen) 500 mg alle 8 Stunden
Vaginalgel 0,75 % 5 g intravaginal einmal täglich für 5 Tage

Alkohol muss während der gesamten Therapie und für mindestens 48 Stunden danach gemieden werden (Disulfiram-ähnlicher Effekt: Übelkeit, Erbrechen, Flush, Tachykardie). Einnahme zu den Mahlzeiten verbessert die gastrointestinale Verträglichkeit.

Handelsnamen

Handelsname Hersteller/Region
Flagyl Sanofi (weltweit)
Clont Bayer (Deutschland)
Arilin Wolff (Deutschland)
Metronidazol Fresenius Fresenius Kabi (Deutschland, i.v.)
MetroGel Galderma (USA, topisch)
Nidagel Stiefel (Kanada, vaginal)

Nebenwirkungen

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, metallischer Geschmack im Mund, Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel. Gelegentlich: Dunkelfärbung des Urins (harmlos), Mundtrockenheit, Glossitis. Bei Langzeittherapie oder hohen Dosen: periphere Neuropathie (Taubheit, Kribbeln in Extremitäten), Krampfanfälle, ZNS-Toxizität (Ataxie, Dysarthrie). Selten: Pankreatitis, Leukopenie, allergische Reaktionen.

Warnhinweise und Wechselwirkungen

Absolut kontraindiziert: Alkohol (Disulfiram-ähnliche Reaktion), 1. Trimester der Schwangerschaft. Vorsicht bei Leberinsuffizienz, Epilepsie, zentralnervösen Erkrankungen. Wechselwirkungen: Warfarin (INR-Erhöhung durch CYP2C9-Hemmung), Lithium (erhöhte Lithium-Toxizität), Disulfiram (psychotische Reaktionen), Cimetidin (erhöhte Metronidazol-Spiegel), Phenobarbital/Phenytoin (erhöhter Metronidazol-Abbau). Im zweiten und dritten Trimenon nur nach strenger Indikationsstellung.

Flagyl ohne Rezept online bestellen

Flagyl (Metronidazol) ist in Deutschland verschreibungspflichtig. EU-lizenzierte Telemedizin-Plattformen wie DokterOnline oder DoktorABC bieten die Möglichkeit, nach Ausfüllen eines medizinischen Online-Fragebogens ein gültiges Rezept von einem zugelassenen europäischen Arzt zu erhalten. Besonders für Indikationen wie bakterielle Vaginose oder Trichomoniasis, bei denen die Diagnose oft klinisch gut abzugrenzen ist, ist Telemedizin eine bequeme Option.

Das ausgestellte Rezept wird direkt an eine EU-lizenzierte Apotheke weitergeleitet, die das Medikament diskret und sicher nach Hause liefert. Dieser Prozess ist vollständig legal und entspricht dem EU-Telemedizinrahmen. Die ärztliche Prüfung schließt eine sorgfältige Abfrage zur Alkohol-Anamnese und möglichen Wechselwirkungen ein.

Bitte beachten Sie die strikte Alkohol-Abstinenz während der Therapie. Informieren Sie den Online-Arzt vollständig über alle eingenommenen Medikamente, insbesondere Warfarin und Lithium, um gefährliche Wechselwirkungen zu verhindern.

Fazit

Flagyl (Metronidazol) ist ein einzigartiges Antibiotikum mit selektiver Wirkung gegen anaerobe Keime und Protozoen, das bei Trichomoniasis, bakterieller Vaginose, C.-difficile-Infektionen und intraabdominalen Infektionen unverzichtbar ist. Die absolute Alkohol-Unverträglichkeit während der Therapie ist der wichtigste Sicherheitshinweis. Über EU-lizenzierte Telemedizin-Plattformen ist ein sicherer und komfortabler Zugang zur Rezeptbeschaffung möglich.

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