Amoxil (Amoxicillin)
105,00 €
Beschreibung
Was ist Amoxil?
Amoxil ist der Handelsname für Amoxicillin, ein semisynthetisches Aminopenicillin mit breitem antibakteriellen Wirkspektrum. Amoxicillin wurde 1972 von Beecham (heute GlaxoSmithKline) eingeführt und hat sich seitdem zu einem der am häufigsten verschriebenen Antibiotika weltweit entwickelt. Es gehört zur Gruppe der β-Lactam-Antibiotika und ist mit Ampicillin verwandt, übertrifft dieses jedoch in der oralen Bioverfügbarkeit deutlich (ca. 80 % gegenüber 35–50 % für Ampicillin).
Amoxicillin wirkt bakterizid gegen eine breite Palette grammpositiver und gramnegativer Bakterien. In Deutschland ist es eines der am häufigsten verschriebenen Antibiotika in der Allgemeinmedizin und Pädiatrie. Es steht auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Arzneimittel und gilt als Mittel der ersten Wahl für viele häufige Infektionen, wie Mittelohrentzündung, Atemwegsinfektionen, Harnwegsinfektionen und Streptokokken-Angina.
Die Kombination von Amoxicillin mit dem β-Lactamase-Inhibitor Clavulansäure (als Augmentin/Amoxiclav bekannt) erweitert das Wirkspektrum erheblich und überwindet Resistenzen durch β-Lactamase-bildende Bakterien. Auch die Helicobacter-pylori-Eradikation (Triple- oder Quadruple-Therapie bei Magengeschwüren) ist ein wichtiges Einsatzgebiet von Amoxicillin.
Wirkstoff und Wirkungsweise
Amoxicillin
Amoxicillin ist ein semisynthetisches Penicillin mit einer Aminogruppe an der Seitenkette, die die Penetration durch die äußere Membran gramnegativer Bakterien verbessert. Chemisch ist es (2S,5R,6R)-6-[(R)-(-)-2-Amino-2-(4-hydroxyphenyl)acetylamino]-3,3-dimethyl-7-oxo-4-thia-1-azabicyclo[3.2.0]heptane-2-carbonsäure-Trihydrat. Es ist säurestabil und daher oral bioverfügbar. Die Resorption erfolgt rasch im Dünndarm; maximale Plasmaspiegel werden nach ca. 1–2 Stunden erreicht. Die Halbwertszeit beträgt ca. 61 Minuten. Ausscheidung erfolgt überwiegend renal (unverändert).
Wirkungsmechanismus
Wie alle β-Lactam-Antibiotika hemmt Amoxicillin die bakterielle Zellwandsynthese durch irreversible Bindung an Penicillin-bindende Proteine (PBPs). PBPs sind Transpeptidasen, die für die Vernetzung der Peptidoglykan-Schichten der Bakterienzellwand verantwortlich sind. Durch die Hemmung dieser Enzyme wird die Zellwandsynthese gestört, was zur osmotischen Lyse der Bakterien führt. Amoxicillin ist gegenüber β-Lactamasen instabil – Bakterien, die dieses Enzym produzieren (z. B. Staphylokokken, E. coli mit plasmidkodierten β-Lactamasen), sind daher resistent.
Anwendungsgebiete
Amoxil ist indiziert bei: Infektionen der oberen Atemwege (Streptokokken-Angina, Sinusitis, Otitis media), der unteren Atemwege (Pneumonie, akute Bronchitis), Harnwegsinfektionen (Zystitis, Pyelonephritis), Haut- und Weichteilinfektionen, Zahninfektionen, Lyme-Borreliose (Frühstadium), Helicobacter-pylori-Eradikation (in Kombination), sowie Endokarditis-Prophylaxe vor zahnärztlichen Eingriffen.
Dosierung
| Darreichungsform | Dosierung |
|---|---|
| Tabletten/Kapseln (Erwachsene, leicht-mittelgradige Infektionen) | 500 mg alle 8 Stunden oder 875 mg alle 12 Stunden |
| Tabletten (schwere Infektionen) | 875–1000 mg alle 8 Stunden |
| Saft (Kinder, Standarddosis) | 25–45 mg/kg/Tag in 3 Einzeldosen |
| H.-pylori-Eradikation (Kombination) | 1000 mg 2× täglich für 7–14 Tage |
Die Therapiedauer beträgt je nach Indikation 5–14 Tage. Streptokkoken-Infektionen sollten mindestens 10 Tage behandelt werden. Bei Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung erforderlich.
Handelsnamen
| Handelsname | Hersteller/Region |
|---|---|
| Amoxil | GSK (weltweit) |
| Amoxypen | Sandoz (Deutschland) |
| Ospamox | Sandoz (Ă–sterreich, Schweiz) |
| Amoxicillin ratiopharm | ratiopharm (Deutschland) |
| Trimox | Apothecon (USA, historisch) |
| Polymox | Bristol-Myers Squibb (USA) |
Nebenwirkungen
Häufig: Diarrhoe, Übelkeit, Exanthem (makulopapulös, besonders bei infektiöser Mononukleose – kein allergisches Penicillin-Exanthem). Gelegentlich: Erbrechen, Bauchschmerzen, Candida-Superinfektion (Soor). Selten: Penicillin-Allergie (Urtikaria, Angioödem, anaphylaktischer Schock), Hepatitis, Leukopenie, Thrombozytopenie, Nephritis interstitialis, Clostridium-difficile-assoziierte Kolitis (pseudomembranöse Kolitis). Das Exanthem bei Mononukleose ist kein echter allergischer Mechanismus, deutet aber auf Vorsicht hin.
Warnhinweise und Wechselwirkungen
Kontraindiziert bei bekannter Penicillin-Überempfindlichkeit (Kreuzreaktivität mit anderen β-Lactamen möglich). Vorsicht bei Cephalosporin-Allergie (ca. 1–10 % Kreuzreaktivität). Wechselwirkungen: Methotrexat (erhöhte Toxizität), Warfarin (veränderte INR), Probenecid (erhöhte Amoxicillin-Spiegel), orale Kontrazeptiva (minimales Risiko, theoretisch). Amoxicillin kann die Wirkung von Antikoagulanzien verstärken. Wirkung von Bakteriostatika (Tetracycline, Chloramphenicol) kann antagonisiert werden.
Amoxil ohne Rezept online bestellen
Amoxicillin (Amoxil) ist in Deutschland verschreibungspflichtig und darf nicht ohne Rezept abgegeben werden. Über EU-lizenzierte Telemedizin-Plattformen wie DokterOnline oder DoktorABC können Sie nach Ausfüllen eines detaillierten Online-Fragebogens zu Ihren Symptomen ein ärztliches Rezept erhalten. Ein zugelassener europäischer Arzt bewertet Ihre Angaben und stellt bei klinisch sinnvoller Indikation ein Rezept aus. Dieser Prozess ist vollständig legal und entspricht dem EU-Telemedizinrahmen.
Das Rezept wird an eine EU-lizenzierte Apotheke weitergeleitet, die das Medikament diskret und schnell zu Ihnen nach Hause liefert. Für häufige Infektionen wie Harnwegsinfektionen oder Streptokokken-Angina, bei denen die Diagnose oft auf Basis der Symptome gestellt werden kann, ist der Telemedizin-Weg besonders praktisch und spart Zeit.
Bitte verwenden Sie Antibiotika nur nach ärztlicher Anweisung und nehmen Sie die vollständige Therapie ein, um Resistenzentwicklungen zu vermeiden. Seriöse Telemedizin-Plattformen informieren Sie über die korrekte Einnahme und mögliche Wechselwirkungen.
Fazit
Amoxil (Amoxicillin) ist eines der wichtigsten und vielseitigsten Antibiotika in der modernen Medizin, das ein breites Spektrum häufiger bakterieller Infektionen sicher und wirksam behandelt. Seine hohe orale Bioverfügbarkeit, gute Verträglichkeit und bewiesene Wirksamkeit machen es zum Goldstandard für viele Erstlinientherapien. EU-lizenzierte Telemedizin erleichtert den Zugang zum notwendigen Rezept erheblich.





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